In Frankfurt am Main sehen wir am laufenden Band, dass Baugrundgutachten ohne saubere Kornverteilungskurve fast immer Rückfragen vom Prüfstatiker nach sich ziehen – besonders im Mainvorland und auf den tertiären Tonen des Frankfurter Horstes. Die Kombination aus Siebung und Aräometerverfahren ist hier kein akademischer Luxus, sondern die Grundlage jeder brauchbaren Klassifikation nach DIN 18196. Wenn der Feinkornanteil in einer gestörten Probe aus einer Baugrube im Gallusviertel nicht präzise bestimmt wird, hängt die gesamte Beurteilung von Tragfähigkeit und Frostempfindlichkeit in der Luft. Wir lassen die Analysen in einem externen, nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditierten Labor durchführen, das mit dem Frankfurter Baugrund seit Jahren vertraut ist. Oft kombinieren wir die Sieblinie mit einem Atterberg-Grenzen Versuch, wenn bindige Anteile die Plastizität klären müssen, bevor die Bodenklasse endgültig festgelegt wird.
Eine belastbare Kornsummenkurve entscheidet in Frankfurt oft über die Wahl zwischen Flachgründung und Tiefgründung – besonders dort, wo der Rupelton ansteht.
Methodik und Umfang
Lokaler geotechnischer Kontext
Das Aräometerverfahren lebt von der Sorgfalt bei der Probenvorbereitung – und genau da trennt sich in Frankfurt die Spreu vom Weizen. Eine tonige Probe aus einer Baugrube am Mainufer muss sofort nach der Entnahme luftdicht verpackt ins Labor, sonst verfälscht Austrocknung die Dispergierbarkeit und die gemessene Korngrößenverteilung zeigt einen zu hohen Sandanteil. Wir achten darauf, dass die Schlämmprobe mit destilliertem Wasser und dem exakten Dispergiermittel nach DIN aufbereitet und im temperaturkonstanten Wasserbad gemessen wird. Die Aräometerablesungen erfolgen zu den genormten Zeitintervallen, die Temperaturkorrektur wird auf 0,1 °C genau dokumentiert. Wenn die Probe organische Anteile oder Kalkausfällungen enthält – in Frankfurter Auenböden keine Seltenheit – muss vorher mit Wasserstoffperoxid vorbehandelt werden, um die Feinteilchen wirklich einzeln zu dispergieren. Ein Labor, das diesen Schritt überspringt, liefert eine Kornsummenkurve, die bei der Frostempfindlichkeitsklassifikation nach ZTV E-StB in die Irre führt.
Geltende Normen
DIN EN ISO 17892-4:2017 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 4: Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN 18196 – Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, DIN 18123 – Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Korngrößenverteilung
Weitere Fachleistungen
Kombipaket Sieblinie + Konsistenzgrenzen
Für bindige und gemischtkörnige Böden in Frankfurt kombinieren wir die Korngrößenanalyse mit den Atterberg-Grenzen nach DIN EN ISO 17892-12. Damit lassen sich Frostempfindlichkeitsklasse und Plastizitätsbereich eindeutig zuordnen.
Feldvergleich mit Rammsondierung
In Frankfurter Sand-Kies-Schichten gleichen wir die Labor-Sieblinie mit Ergebnissen der schweren Rammsondierung (DPH) ab, um den Lagerungsdichte-Index ID aus zwei unabhängigen Methoden zu plausibilisieren.
Sieblinie für Erdbaunachweise
Bei Ausschreibungen nach ZTV E-StB und ZTV A-StB liefern wir die komplette Sieblinie mit Cu/Cc-Werten und Frostempfindlichkeitsklassifikation, abgestimmt auf die Einbaukriterien des Frankfurter Tiefbauamts.
Typische Parameter
Fragen und Antworten
Was kostet eine Korngrößenanalyse mit Siebung und Hydrometer in Frankfurt?
Für eine kombinierte Analyse nach DIN EN ISO 17892-4 (Nasssiebung plus Aräometerverfahren) liegen die Laborkosten im Raum Frankfurt am Main typischerweise zwischen 90 und 190 Euro pro Probe, abhängig von der Probenanzahl und davon, ob eine Vorbehandlung gegen organische Anteile nötig ist. Der Preis umfasst die vollständige Kornsummenkurve, die tabellarische Fraktionsaufstellung und die Cu/Cc-Berechnung.
Warum reicht eine reine Siebung in Frankfurt oft nicht aus?
Weil in den tonig-schluffigen Schichten des Rupeltons und der Nidda-Auelehme der Feinkornanteil unter 0,063 mm über 40 % liegen kann. Eine reine Siebung würde diese gesamte Fraktion im Unterkorn verschwinden lassen – ohne Aräometerverfahren fehlt die Information, ob es sich um Schluff oder Ton handelt, was für die Klassifikation nach DIN 18196 und die Frostempfindlichkeitsbewertung entscheidend ist.
Wie lange dauert die Auswertung im Labor?
Nach Probeneingang rechnen Sie im Normalfall mit vier bis sechs Werktagen. Die Aräometermessung braucht allein 24 Stunden Sedimentationszeit; wenn organische Vorbehandlung nötig wird, kann ein zusätzlicher Tag dazukommen. In dringenden Fällen klären wir mit dem Labor eine Expressbearbeitung.
Welche Probemenge wird für die Analyse benötigt?
Für sandig-kiesige Böden genügen etwa 500 Gramm gestörte Probe im luftdichten Beutel. Bei schluffig-tonigen Proben – wie sie in Sachsenhausen und entlang des Niddatals häufig anfallen – reichen circa 200 Gramm, weil das Aräometerverfahren mit einer kleineren Einwaage arbeitet. Wichtig ist, dass die Probe nicht austrocknet, sonst verändert sich die Dispergierbarkeit der Tonminerale.
