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Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Frankfurt am Main – Laborprüfung nach DIN EN ISO 17892-4

In Frankfurt am Main sehen wir am laufenden Band, dass Baugrundgutachten ohne saubere Kornverteilungskurve fast immer Rückfragen vom Prüfstatiker nach sich ziehen – besonders im Mainvorland und auf den tertiären Tonen des Frankfurter Horstes. Die Kombination aus Siebung und Aräometerverfahren ist hier kein akademischer Luxus, sondern die Grundlage jeder brauchbaren Klassifikation nach DIN 18196. Wenn der Feinkornanteil in einer gestörten Probe aus einer Baugrube im Gallusviertel nicht präzise bestimmt wird, hängt die gesamte Beurteilung von Tragfähigkeit und Frostempfindlichkeit in der Luft. Wir lassen die Analysen in einem externen, nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditierten Labor durchführen, das mit dem Frankfurter Baugrund seit Jahren vertraut ist. Oft kombinieren wir die Sieblinie mit einem Atterberg-Grenzen Versuch, wenn bindige Anteile die Plastizität klären müssen, bevor die Bodenklasse endgültig festgelegt wird.

Eine belastbare Kornsummenkurve entscheidet in Frankfurt oft über die Wahl zwischen Flachgründung und Tiefgründung – besonders dort, wo der Rupelton ansteht.

Methodik und Umfang

Das Frankfurter Stadtgebiet ist geotechnisch zweigeteilt: Nördlich des Mains dominieren sandig-kiesige Terrassenablagerungen mit geringen Feinkornanteilen, während im Süden und in den Niederungen des Niddatals schluffig-tonige Auelehme und mächtige Tone des Rupelton-Horizonts auftreten. Genau dieser Kontrast macht eine sorgfältige Korngrößenanalyse mit Siebung und Hydrometer so relevant. Die Nasssiebung trennt die Grob- und Sandfraktion bis 0,063 mm sauber auf, das Aräometerverfahren erfasst dann die Schluff- und Tonfraktion im Schlämmzylinder über die zeitabhängige Dichtemessung. In der Praxis zeigt sich: Proben aus dem Ostend mit Auffüllungen historischer Bausubstanz liefern oft unerwartet hohe Grobanteile durch Ziegelbruch, während die tonigen Schichten in Sachsenhausen nach dem CPT-Versuch mit der Korngrößenanalyse abgeglichen werden müssen, um die undrainierte Scherfestigkeit richtig einzuschätzen. Das Laborprotokoll enthält immer die vollständige Kornsummenkurve mit Ungleichförmigkeitszahl Cu und Krümmungszahl Cc, dazu die tabellarische Aufschlüsselung aller Fraktionen von Grobkies bis Feinton – und das in der Regel innerhalb von fünf Werktagen nach Probeneingang.
Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Frankfurt am Main – Laborprüfung nach DIN EN ISO 17892-4

Lokaler geotechnischer Kontext

Das Aräometerverfahren lebt von der Sorgfalt bei der Probenvorbereitung – und genau da trennt sich in Frankfurt die Spreu vom Weizen. Eine tonige Probe aus einer Baugrube am Mainufer muss sofort nach der Entnahme luftdicht verpackt ins Labor, sonst verfälscht Austrocknung die Dispergierbarkeit und die gemessene Korngrößenverteilung zeigt einen zu hohen Sandanteil. Wir achten darauf, dass die Schlämmprobe mit destilliertem Wasser und dem exakten Dispergiermittel nach DIN aufbereitet und im temperaturkonstanten Wasserbad gemessen wird. Die Aräometerablesungen erfolgen zu den genormten Zeitintervallen, die Temperaturkorrektur wird auf 0,1 °C genau dokumentiert. Wenn die Probe organische Anteile oder Kalkausfällungen enthält – in Frankfurter Auenböden keine Seltenheit – muss vorher mit Wasserstoffperoxid vorbehandelt werden, um die Feinteilchen wirklich einzeln zu dispergieren. Ein Labor, das diesen Schritt überspringt, liefert eine Kornsummenkurve, die bei der Frostempfindlichkeitsklassifikation nach ZTV E-StB in die Irre führt.

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Geltende Normen

DIN EN ISO 17892-4:2017 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 4: Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN 18196 – Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, DIN 18123 – Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Korngrößenverteilung

Weitere Fachleistungen

01

Kombipaket Sieblinie + Konsistenzgrenzen

Für bindige und gemischtkörnige Böden in Frankfurt kombinieren wir die Korngrößenanalyse mit den Atterberg-Grenzen nach DIN EN ISO 17892-12. Damit lassen sich Frostempfindlichkeitsklasse und Plastizitätsbereich eindeutig zuordnen.

02

Feldvergleich mit Rammsondierung

In Frankfurter Sand-Kies-Schichten gleichen wir die Labor-Sieblinie mit Ergebnissen der schweren Rammsondierung (DPH) ab, um den Lagerungsdichte-Index ID aus zwei unabhängigen Methoden zu plausibilisieren.

03

Sieblinie für Erdbaunachweise

Bei Ausschreibungen nach ZTV E-StB und ZTV A-StB liefern wir die komplette Sieblinie mit Cu/Cc-Werten und Frostempfindlichkeitsklassifikation, abgestimmt auf die Einbaukriterien des Frankfurter Tiefbauamts.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN EN ISO 17892-4:2017
VerfahrenNasssiebung + Aräometer (Schlämmverfahren)
Trennkorngröße Siebung/Hydrometer0,063 mm
Erfasste FraktionenGrobkies, Feinkies, Grobsand, Mittelsand, Feinsand, Grobschluff, Mittelschluff, Feinschluff, Ton
Probenmenge (Standard)ca. 500 g bei Sand-Kies, ca. 200 g bei Schluff-Ton
DispergiermittelNatriumpyrophosphat (Na₄P₂O₇) nach DIN-Vorgabe
Bearbeitungszeit (Labor)4–6 Werktage nach Probeneingang
DokumentationKornsummenkurve + Tabelle der Fraktionsanteile + Cu/Cc

Fragen und Antworten

Was kostet eine Korngrößenanalyse mit Siebung und Hydrometer in Frankfurt?

Für eine kombinierte Analyse nach DIN EN ISO 17892-4 (Nasssiebung plus Aräometerverfahren) liegen die Laborkosten im Raum Frankfurt am Main typischerweise zwischen 90 und 190 Euro pro Probe, abhängig von der Probenanzahl und davon, ob eine Vorbehandlung gegen organische Anteile nötig ist. Der Preis umfasst die vollständige Kornsummenkurve, die tabellarische Fraktionsaufstellung und die Cu/Cc-Berechnung.

Warum reicht eine reine Siebung in Frankfurt oft nicht aus?

Weil in den tonig-schluffigen Schichten des Rupeltons und der Nidda-Auelehme der Feinkornanteil unter 0,063 mm über 40 % liegen kann. Eine reine Siebung würde diese gesamte Fraktion im Unterkorn verschwinden lassen – ohne Aräometerverfahren fehlt die Information, ob es sich um Schluff oder Ton handelt, was für die Klassifikation nach DIN 18196 und die Frostempfindlichkeitsbewertung entscheidend ist.

Wie lange dauert die Auswertung im Labor?

Nach Probeneingang rechnen Sie im Normalfall mit vier bis sechs Werktagen. Die Aräometermessung braucht allein 24 Stunden Sedimentationszeit; wenn organische Vorbehandlung nötig wird, kann ein zusätzlicher Tag dazukommen. In dringenden Fällen klären wir mit dem Labor eine Expressbearbeitung.

Welche Probemenge wird für die Analyse benötigt?

Für sandig-kiesige Böden genügen etwa 500 Gramm gestörte Probe im luftdichten Beutel. Bei schluffig-tonigen Proben – wie sie in Sachsenhausen und entlang des Niddatals häufig anfallen – reichen circa 200 Gramm, weil das Aräometerverfahren mit einer kleineren Einwaage arbeitet. Wichtig ist, dass die Probe nicht austrocknet, sonst verändert sich die Dispergierbarkeit der Tonminerale.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Frankfurt am Main und Umgebung.

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